Der mütterliche PC, seine Seltsamheiten und meine daraus resultierenden Kopfschmerzen
Atsutane, 23.01.2009 - 18:59
Irgendwann die letzten Monate begann der PC meiner Mutter(Win XP SP1 1) unangekündigt und ohne BSOD abzustürzen, bis Anfang des Monates häufte sich dies, so dass mich mein kleiner Bruder und meine Mutter(die beiden einzigen Nutzer des PCs) darauf hinwiesen und mich baten, doch mal nachzuschauen wo denn der (Fehler-)Teufel begraben liegt.
Nun gut, also habe ich kurz(=ein paar Tage) nach Neujahr den Rechner normal hochgefahren und beobachtet, wie der PC relativ gleichmässig nach wenigen Minuten (Anfangs 5, bei einem zweiten Test einige Stunden später nur noch 2 Minuten) dieses Problem hervorbrachte. Daraus ergaben sich zwei erste Verdächtigungen, zum Einen eine Schädlingsinfektion, meine beiden Lieben sind zwar gründlich informiert und eingewiesen, aber Würmer verbreiten sich auch ohne aktive Hilfe des Benutzers und die Erkennungsraten von Antivirensoftware sind auch nicht so das Wahre, der zweite Verdacht war ein Problem mit der Kühlung der Hardware. Aus Faulheit entschloss ich mich zu erst in den Abgesicherten Modus zu booten, von dort aus mehrere Scans durchzuführen und die Daten meiner Mutter zu sichern, der PC lief etliche Stunden unter Last, außer ein paar Cookies von google wurde nichts gefunden, die Daten landeten ohne Komplikationen auf einer DVD. Aufgrund der Laufzeit im Abgesicherten Modus schloss ich Kühlungsprobleme der CPU, des RAMs und der Festplatte aus und dachte eher in Richtung Grafikkarte, nach dem Öffnen des PCs offenbarte sich diese als passiv gekühlt und ich musste die Untersuchung vorerst ruhen lassen, da ich meiner Mutter den alten P3 zum erledigen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit herrichten musste und vorerst keine Experimente, ohne ewig währende Erklärungen, hätte durchführen können. Mein Vater bot daraufhin an, den PC mit zur Arbeit zu nehmen und dort in der Mittagspause einen der Kollegen aus der EDV-Abteilung zu bitten, sich das Ganze einmal anzuschauen. Am Abend kam er zurück und teilte mir mit, der PC wäre bei ihm von morgens bis abends durchgelaufen, er hätte noch einen weiteren Lüfter eingebaut um die Luft besser aus dem Gehäuse abzusaugen. Beim Anschließen an die heimischen Geräte tat sich dann, aus Zufall, der WLAN-Adapter(T-Sinus 1054) als Ursache hervor, ohne lief der PC mehrere Stunden, schloss man ihn an stürzte der PC kurz darauf(=1-2 Minuten) ab. Ein Hardwaredefekt war schnell ausgeschlossen, da wir das selbe Gerät nochmals besitzen und jenes Zweite beim Anschluss ebenfalls zu einem Absturz führte. Da ich daraufhin vorerst schulisch eingebunden war und mir die Zeit zur Recherche fehlte, fragte mein Vater seine Kollegen um Rat, welche dankenswerterweise potenziell hilfreiche Windowsupdates mitsamt Installationsbatch, für die korrekte Reihenfolge, auf einen Silberling bannten und meinem Vater mitgaben. Leider brachten auch die Updates keinen Erfolg, weswegen die Software des Adapters ins Visier geriet.
Heute hatte ich dann endlich die Zeit, mich um die Telekomsoftware zu kümmern, allen Anschein nach, ist tatsächlich sie die Ursache, denn ohne sie, ist der Adapter zwar nicht benutzbar, aber der PC stürzt nicht ab. Leider kann man den Treiber nicht getrennt vom WLAN-Manager der Telekom (de-)installieren, zumindest ist mir bei Windows kein Weg dafür bekannt(Auch bei der Installation über den Gerätemanager landet der WLAN-Manager auf der Platte und startet, sobald der Adapter angeschlossen wird). Zur genaueren Fehlerlokalisierung, werde ich mir die nächsten Tage von einem Freund einen anderen WLAN-Stick/Adapter leihen und so zumindest unterscheiden können, ob es an der Telekomsoftware, oder aber am Windowsnetzwerkstack liegt, dieser wird im Abgesicherten Modus ja nicht geladen. Wie es plötzlich zu diesem Fehlverhalten kommt, entzieht sich vollkommen meinem Verständnis. Der Adapter ist seit 3 Jahren an diesem PC im Einsatz und es wurde, bis auf den Routertausch im Sommer und dem dabei vollzogenen Wechsel der SSID, keine Änderung an der WLAN-Konfiguration vorgenommen2. Neue Software, welche darauf Einfluß haben könnte, wurde nicht installiert und auch Malwarescans mit Knoppicillin förderte nichts ans Tageslicht, ich halte das System für "sauber", mit absoluter Gewissheit sagen, kann ich es nicht. Ich hoffe, das Ganze lässt sich ohne erneutes Aufsetzen des Systems lösen, das war an und für sich schon eine Qual, auf welche ich gerne verzichten würde, sollte es soweit kommen werde ich meine Mutter bitten ihre Daten zu vernichten und das Gerät extern "behandeln" zu lassen, Alternativen zu Windows stehen momentan nicht zur Debatte, da sowohl meine Mutter als auch mein Bruder aus gegebenen Gründen an Windows gebunden sind.
1 Mit SP2 gab es ungefähr ein Jahr nach dessen Erscheinen nach wie vor massive Probleme und spätere Versuche fielen dann aufgrund von Problemen mit der Echtheitsprüfung von Windows flach(Naja das kommt davon, wenn man nur ne Recovery CD hat...). Ich habe das Gerät irgendwann nichtmehr gewartet sondern Firefox gehärtet und meiner Mutter und meinem Bruder das aktuell halten von AntiVir und Firefox, sowie ordentliches Verhalten am PC eingeschärft, meine Mutter ist so oder so gegenüber allem aus dem Netz misstrauisch .
2 Ich habe auch nochmal den alten Router rausgesucht, und damit ein zweites WLAN eingerichtet, um die verschiedenen Verschlüsselungen zu testen, allerdings ist der Fehler unabhängig von WLAN-Modus(IEEE 802.11 b/g) und Verschlüsselung, bis auf die Tatsache, dass er ohne eine WLAN-Verbindung mehrere Minuten(knapp 10, dann war ich wieder aus dem Bad zurück) läuft, das werde ich am Wochenende nochmal etwas genauer testen, aber momentan dröhnt mir der Schädel und die Motivation ist am absoluten Nullpunkt angelangt.


Kommentare:
Anon - 24.01.2009 - 16:28
Plötzliches Ausschalten klingt für mich immer nach Strom. Heisst das Netzteil könnte zu schwach sein. Nun meine Idee wie das mit der Software/Treiber zusammenhängt: erst dann zieht der Stick in vollem Umfang Strom...(?) Ich hatte selber schon solche Abstürze durch Netzteile, und von einer Bekannten weiss ich dass es beim Zustecken eines USB-Gerätes zum Absturz kam, und bei ihr war es letztendlich das Netzteil.
Atsutane - 24.01.2009 - 23:59
Daran hatte ich zu anfang auch gedacht, da ich den Verbrauch des Adapters allerdings nicht so hoch einschätzte, habe ich diese Möglichkeit direkt wieder verworfen. Ich danke dir für den Hinweis und werde die Tage mal ein anderes Netzteil einbauen, ich werde das Ergebnis hier bekannt geben.
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