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Sommersemester 2011

Atsutane, 16.07.2011 - 19:40

Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei und von mir war wenig zu hören. Grund genug mal wieder etwas zu schreiben, einen kurzen Überblick über die interessanten Ereignisse in dieser ersten Hälfte des Jahres/der Vorlesungszeit des Sommersemesters der HAW Mannheim.

Im Frühling erfolgte ein zweitägiger Besuch der CeBIT, das ganze lief über die Fachschaft der Fakultät und wir waren eine ganze Reihe an Studenten, welche nach Norden fuhren. Auf der Messe gab es dann auch ein Treffen mit badboy_ und AVGP.

Im Semester folgte dann das Software-Entwicklungsprojekt(SEP), ein mehrwöchiges Projekt für die Entwicklung eines Stücks Software für einen realen Kunden, in unserem Fall ein kleineres Software Unternehmen. Das SEP lässt sich als eine Art Rollenspiel darstellen, es soll die Umsetzung von Projekten in der "realen" Welt simulieren, genauere Informationen findet man auf unserer Fakultätsseite.
Der Kundenauftrag war die Entwicklung verschiedener Eclipse Plugins, zur Vereinfachung des dortigen Arbeitsalltags. Wir entwickelten also für Entwickler, was uns einen Vorteil gegenüber früheren Semestern verschaffte, denn die Kommunikation mit dem Kunden war dank diesem Umstand um einiges einfacher. Das Projekt hatte seine Höhen und Tiefen, aber alles in allem, war es, wenn man die Stimmung in unserem Projektraum betrachtet, doch recht angenehm, wenn Problemlösungen gefunden wurden, welche auch anderen Teams von Nutzen wären, wurden diese auch an die anderen Teams weitergeleitet.

Durch die im Semester stattgefundenen Wahlen bin ich nun auch für zwei Semester gewähltes Fachschaftsmitglied im Fakultätsrat, gewähltes AStA Mitglied und auch einer der studentischen Vertreter in der Studienkommission der Fakultät.

Die kommenden zwei Wochen besuche ich eine Blockveranstaltung zur parallelen Programmierung mittels Scala, ich bin gespannt, was mich dort erwartet.

Tags: rl

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Firmware Update mit einem Router der Deutschen Telekom

Atsutane, 14.12.2010 - 19:16

Bisher hatte ich soweit keine großen Probleme mit meinem Router, uralte Firmware, lief aber so weit zufriedenstellend. Nun gut VPN zur Hochschule funktionierte nicht, "sicher deren Konfigurationsfehler", nutze ich eben einen SSH Tunnel zum Fakultäts Server als Proxy (OpenSSLOpenSSH: -L).

Nunja, aufgrund einiger restriktiver Regeln in der Firewall der Hochschule, kam mir Thomas Vorschlag auf der FrOSCon wieder ins Gedächtnis "Nutz doch einfach OpenVPN.". Gute Idee, also testweise einen Zugang zum VPN Server eines Freundes bekommen, "Hm warum funktioniert das nicht, Firewall ist doch entsprechend angepasst.". Wireshark zeigt: keine eingehenden Pakete.

Gut, Zeit sich mal wieder mit dem Gerät zu befassen Firmware war ja schonmal höher, wurde dann ja durch einen Hardreset auf Werkseinstellungen auf Version 1.19.000 zurückgesetzt. Die letzten Versuche scheiterten immer mit einem Falsches Dateiformat! Annahme: Die sind zu blöd die Header ihrer Binaries korrekt zu setzen, liegen lassen, hat ja soweit funktioniert.

Nach dem letzten Versuch Anfang des Jahres war mir das soweit auch schnuppe, nunja im "CHANGELOG" ist jedoch dieser Punkt sehr interessant für die heutige Situation:

  • Optimierung für Zugänge über VPN

Ein neuer Versuch: Fehlschlag. "Hm, kommt der einfach nicht mit dem Dateipfad zurecht?" - Ist ja ein GNULinux und kein MSWindows. Ein Blick in den Code des Frames offenbart, nein, die Telekom prüft nicht nach dem Pfad der Datei, sie prüft schlicht den User Agent des Browsers...

    if ((navigator.userAgent.indexOf('Opera 9.') == -1)&&
        (navigator.userAgent.indexOf('Opera 8.') == -1)&&
        (navigator.userAgent.indexOf('MSIE 7.0') == -1))
    {//
        if( spec_filename(document.tF.webUpload.value) == false )
        {
            alert("Falsches Dateiformat!");
            document.tF.webUpload.focus();
            return false;
        }
    }


Die Zeilenumbrüche nach den und-Operatoren habe ich eingefügt, damit die Zeile nicht so unleserlich wie im Original Code ist...

Den User Agent zu wechseln ist ja keine große Sache, also besitze ich nun dank Vorgabe eines Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.0; .NET CLR 1.1.4322; .NET CLR 1.0.3705; .NET CLR 2.0.50727) einen Speedport_W_502V_Typ_A(var prodname) der Deutschen Telekom mit aktueller Firmware(1.24.000).

Wir lernen daraus: Die Telekom hat nicht nur bescheuerte Benutzeroberflächen und schlechte Konfigurationsmöglichkeiten, sie bezahlt auch Personen - ob direkt oder indirekt sei dahin gestellt - welche neben teilweise unleserlich langer Zeilen auch bescheuerte Methoden zur Validierung von Dateien produzieren. Zu deren Verteidigung sei gesagt, dass die Dokumentation im JS doch recht brauchbar ist, man sieht welche globalen Variablen zu welchem Frame gehören, ob das Sinn macht und mit einem komfortableren UI noch nötig wäre sei dahingestellt.

Bleibt nur die Frage, wie kommt man auf so einen stupide Methode der Validierung? Ich brauche das Gerät, Garantie müsste vor 3 Monaten abgelaufen sein, sonst wären ja einige Tests durchaus interessant, aber mir fällt so direkt kein Router von Freunden ein, welcher nicht automatische Updates an TCP/IP vorbei über den Anschluss vom ISP geladen hat oder Zertifikats-signierte Dateien nutzte.

Tags: software unterhaltung systeme

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Atsu was treibst du?

Atsutane, 24.10.2010 - 19:32

Diese Frage in den verschiedensten Formulierungen höre ich die letzten Tage regelmäßig, also ist es Zeit mal wieder etwas im Blog zu schreiben.

Nunja, die Frage lässt sich im Groben recht einfach beantworten: Die Vorlesungen des Wintersemesters haben Ende September angefangen, also studiere/lerne ich, was ich tagsüber von Tafeln abtippen respektive abkritzeln darf, schaue mir die Folien an, welche auch schon am Tag zu sehen waren oder bearbeite schlicht die Übungsblätter die jede Woche anfallen.

Ansonsten verbringe ich die übrig gebliebene Zeit mit der Erfüllung meiner Aufgaben als Archlinux TU, dem abendlichen verfolgen einiger Serien und dem verfassen unterschiedlicher Texte, u.a. einem Artikel für freiesMagazin bei dem ich derzeit am überlegen bin, im Großen und Ganzen fertige zusammenhängende Abschnitte hier als Artikelserie zu veröffentlichen, um mit dem Feedback entsprechende Änderungen am Text vornehmen zu können.

Also, auch wenn man vergleichsweise wenig von mir hört, sei es in Foren, im IRC oder sonstwo, so bin ich dennoch nach wie vor via Mail und XMPP zu erreichen und das schafft man ja recht einfach, wenn man den ersten Punkt der Adresse des Blogs durch ein @ ersetzt. ;-)

Ich genieße nun ersteinmal die letzten Stunden meines Wochenendes und hoffe in den kommenden Wochen auch einigen der Themen, die sich hier auf der Liste befinden, den ein oder anderen Eintrag widmen zu können.

Tags: rl blog

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Heute gelernt: IPv6, Ethernet und ssh

Atsutane, 23.09.2010 - 20:28

Wer kennt das nicht, man hat zwei Geräte, beide IPv6 fähige Systeme und man möchte schnell von einem eine Hand voll Dateien mittels SSH auf das andere Gerät schieben. Nun, moderne Systeme haben die Funktionalität, dem verbundenen Netzwerkgerät direkt eine lokale IPv6 Adresse zuzuweisen, diese kann man ja für genau diese Operation nutzen.

IP der Gegenstelle herausfinden
Dies geschieht durch einfaches pingen des MULTICASTS des verwendeten Netzwerkgeräts, in diesem Fall eth0:

$ ping6 ff02::1%eth0
64 bytes from fe80::21d:72ff:fe0a:87d2: icmp_seq=1 ttl=64 time=0.034 ms
64 bytes from fe80::21f:16ff:fe1c:fa7: icmp_seq=1 ttl=64 time=2.65 ms (DUP!)

Die IP Adressen der anderen Geräte werden mit (DUP!) markiert, in diesem Fall ist demnach fe80::21f:16ff:fe1c:fa7 die Adresse des Gerätes am anderen Ende des Kabels.

scp mittels IPv6
Der Aufruf von scp unterscheidet sich nur an einer Stelle, der Formatierung der Zieladresse:

$ scp -r MessErgebnisse user@[fe80::21f:16ff:fe1c:fa7%eth0]:Backups/WichtigeUnterlagen/
...


Vielen Dank an sECuRE der uns dies auf dem heutigen Chaostreff mehrmals erzählen durfte.

Tags: howto software server systeme hinweis

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FrOSCon 2010 - Es war klasse

Atsutane, 23.08.2010 - 20:31

Wie letztes Jahr war ich auch dieses Jahr wieder auf der FrOSCon, diesmal nicht als Besucher der den Großteil des Tages am ArchLinux verbracht hat, sondern als Aussteller, an der Hauptaktivität hat sich jedoch nichts geändert.

Übernachtung von Freitag bis Sonntag
Anders als im letzten Jahr, habe ich die Nächte dieses Jahr nicht in einem Hotel, sondern auf einem Campingplatz verbracht. An sich keine schlechte Idee, denn das campen mit BadBoy_, Merovius, xBaun und dessen Bruder hat Spaß gemacht, einzig der Campingplatz hat einige Probleme bereitet. War die Lage zwischen A3 und Agger schon dem Kartenmaterial im Web zu entnehmen und als akzeptabel zu klassifizieren(konstante Geräuschquellen ignoriert man ja nach einer gewissen Zeit), so ist niemandem von uns im Voraus aufgefallen, dass dieser direkt in der Einflugschneise des Flughafens Köln/Bonn liegt, was dank 10 bis 15 minütiger Pausen zwischen Starts und Landungen eben nicht als konstante Geräuschquelle wahrgenommen wurde.

FrOSCon Tag 1 (Samstag)
Arch wurde dieses Jahr von Jan de Groot (JGC), Jan Steffens (heftig), Jens Adam (jra/byte), Roman Kyrylych (Romashka), Pierre Schmitz (pierres), Thomas Bächler (brain0) und mir vertreten. An Vorträgen habe ich nur einen gehört, den "Performance - Observability - Debugging oder: Was treibt mein Unix eigentlich?" von Jörg Möllenkamp, die Keynote habe ich leider verpasst(dafür aber lecker Mensaschnitzel und -pommes im VIP-Raum gegessen) und im Nachhinein muss ich sagen, dass mir außerdem doch noch ein oder zwei Vorträge einen Besuch wert gewesen wären, aber ich denke davon wird es auch Aufzeichnungen geben, abgesehen davon waren die Gespräche die ich zur selben Zeit am Stand oder anderswo auf dem Gelände hatte, es wert, diese Vorträge zu verpassen. Am frühen Abend/späten Nachmittag habe ich dann endlich dmaphy getroffen und später noch an Keysigning Party teilgenommen - wobei das signieren und zustellen der Keys erst in den kommenden Tagen geschieht - bevor ich dann aufgrund meiner Müdigkeit die anderen dazu gedrängt habe das Social Event frühzeitig (kurz vor 21 Uhr) Richtung Campingplatz zu verlassen und den Abend dort etwas angenehmer ausklingen zu lassen.

FrOSCon Tag 2 (Sonntag)
Nachdem der Schlaf in dieser Nacht konstanter verlief - ob das nun an der größeren Müdigkeit oder weniger Flugverkehr lag, weiß ich nicht - und wir die Zelte abgebaut hatten ging es zurück zur HS Bonn-Rhein-Sieg, wo wir uns dann erst einmal den Vortrag "Cross distribution packaging - Using the openSUSE BuildService for coss distribution packaging" angehört haben und wenig begeistert waren, ich möchte das System nicht beurteilen, da ich es mir nicht selbst angeschaut habe, aber den Eindruck, den der Vortragende hinterlassen hat, erreicht nicht einmal den Status "mäßig", wie Fragen mit Bezug auf die vom System generierten .deb-Pakete. Im Anschluss folgte dann XTarans/Axel Beckerts "Automatisiertes Bauen von .deb-Paketen aus VCS-Snapshots - Nightly Builds als .deb" welcher zwar vom Distributionsstandpunkt aus für mich weniger interessant war, aber wie zu erwarten einige Anregungen - hauptsächlich hinsichtlich Namens- und Versionierungsschemata bei Paketen in Nightly-Repositories - mit sich brachte. Es folgte die Mittagspause bei den Vorträgen, nach welcher ich es erneut schaffte, die Keynote zu verpassen, allerdings erfuhr ich von mehreren Personen, dass es nicht schlecht war, das Social Event früh zu verlassen, so sei die Lichtshow im Dunkeln zwar sehr gut gewesen, aber die Musikwahl und -lautstärke habe den Abend dann doch etwas versaut. Da ich weiterhin von Aufnahmen ausging, wurde der Rest des Nachmittags dann hauptsächlich bei uns am Stand verbracht, bevor es dann abends nach Hause Richtung Süden ging.

An- und Abreise
Vielen Dank an sur5r und jiska, welche Merovius, sECuRE und mich mitgenommen haben. Bei der Heimfahrt vom Heidelberger Hauptbahnhof nach Hause habe ich dann mitbekommen, dass sich das Problem, welches sECuRE und ich letztes Jahr mit dem IC auf der Heimfahrt hatten, sich dieses Jahr anscheinend 1:1 für die diesjährigen Fahrgäste wiederholt zu haben scheint, zumindest lautete die Durchsage, dass der Zug aufgrund von Verspätung von mehr als 45 Minuten ausfällt.

Am Ende bleibt nur zu sagen, dass es großartig war, es war toll viele Personen, mit denen ich sonst nur über das Netz kommuniziere zu treffen, ob ich im November zur OpenRheinRuhr fahre und den Einladungen folge, ist fraglich, da ich nicht weiß ob ich mitten im Semester ein Wochenende so verbringen kann, zur nächsten FrOSCon werde ich jedoch - sofern mir nichts dazwischen kommt – sehr wahrscheinlich wieder kommen.

Tags: event rl opensource frei

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